Immobilienkauf in Spanien in 2014

In den vergangenen Jahren hat sich die Steuerlast beim Kauf und Unterhalt von Immobilien in Spanien erhöht. Beim Kauf einer Immobilie ist die Grunderwerbssteuer zu zahlen, die sich wertabhängig in den verschiedenen autonomen Regionen zwischen 6% bis 10% des Kaufpreises beläuft.

Handelt es sich um einen Neubau, der direkt vom Bauträger gekauft wird, so zahlt der Käufer statt der Grunderwerbssteuer die Umsatzsteuer von i.d.R. 10% und zudem die Beurkundungssteuer (je nach Immobilienwert und Autonomer Region 0,5 bis 1,5% des Immobiienwerts).

Bei jedem Eigentümerwechsel von städtischen Grundstücken fällt zudem die gemeindliche Wertzuwachssteuer an, (sog. Plusvalía). Die Höhe dieser Steuer variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Laut Gesetz trägt der Verkäufer die Plusvalía.

Der Immobilenverkäufer zahlt beim Verkauf die Einkommenssteuer von 21 – 27 % auf den erzielten Veräusserungsgewinn. Bei nicht in Spanien ansässigen Verkäufern erfolgt in diesem Zusammenhang bereits beim notariellen Verkauf der Einbehalt eines Quellenabzugs (sog. retención) von 3% des Kaufpreises. Der Quellenabzug dient als Anzahlung auf die Einkommenssteuer.

Kristina von Ehren, Mai 2014